Liebe, Sex und noch viel mehr – Ein Aufklärungskurs für Jugendliche

Sexualität ist allgegenwärtig und hat wechselseitigen Einfluss auf alle Lebensbereiche – und damit auch auf die Jugendhilfe. Doch pädagogisch Tätige sind oft verunsichert, wenn es darum geht, Kinder und Jugendliche in ihrer sexuellen Entwicklung altersgerecht zu begleiten und vor Gefährdungen zu schützen.
In diesem Seminar werden wesentliche Aspekte der Sexualpädagogik vermittelt. Ich werde Ihnen das Konzept von „Liebe, Sex und noch viel mehr“ vorstellen, dass aus den Erfahrungen meiner sexualpädagogischen Praxis der letzten 20 Jahre entstanden ist.

Wissen über körperliche Vorgänge, das Wahrnehmen der eigenen Wünsche, das Kenntlichmachen und Respektieren der eigenen Grenzen und derer anderer, Empathie und eine ausgeprägte Verhandlungsmoral sind wichtige Bausteine, die es in der Sexualpädagogik zu vermitteln gilt.
Die zunehmende Sexualisierung unserer Gesellschaft nimmt natürlich auch Einfluss auf die sexuelle Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. In Werbung, Musik, Film und Fernsehen und im jederzeit zugänglichen Internet sind die Heranwachsenden einer expliziten, leistungsorientierten Darstellung von Sexualität mit oftmals fragwürdigen Rollenvorstellungen ausgesetzt. Da häufig eine große Diskrepanz zwischen der freiwillig oder unfreiwillig konsumierten Nacktheit, Erotik und Pornografie und der realen Sexualität besteht, sind Gesprächs- und Reflexionsangebote durch Fachkräfte notwendiger denn je.
Sexualpädagogik bietet einen wichtigen Grundstein für eine Prävention gegen sexuelle Gewalt.

Die Inhalte, Methoden und zahlreiche sexualpädagogische Materialen werden Ihnen sehr praxisnah präsentiert und Ihnen Anregungen für Ihre tägliche Arbeit geben. Für diese Fortbildung sind keine Grundkenntnisse in der Sexualpädagogik erforderlich. Ziel ist es, den Teilnehmer/innen Sicherheit im Umgang mit dem Thema zu vermitteln und sie zu befähigen, erste sexualpädagogische Workshops planen und durchführen zu können.